Steinwolle

Steinwolle (Mineralwolle) ist wahrscheinlich das am meisten verbreitete Medium in der Hydrokultur. Steinwolle ist ein inaktives Substrat, das sich sowohl für Systeme mit "freiem Abfluss" als auch Umwälzsysteme eignet. Sie wird aus geschmolzenen Steinen gewonnen, die zu Zuckerwatte ähnlichen Fasern versponnen werden.

Steinwolle

Es ergibt sich ein faseriges Medium, das dem Effekt der Kapillarität unterliegt, der nicht durch mikrobiologische Aktivität vermindert wird. Zu den Vorzügen der Steinwolle gehören: Sie ist leicht im Gewicht, frei von Krankheitserregern, weist eine geringe Kationenaustauschkapazität (CEC: Cations Exchange Capacity) auf – wodurch Nährstoffe und Wasser jederzeit zur Verfügung stehen – und es gibt sie in unterschiedlichen Fasergrößen und -orientierungen.

Steinwolle mit einer höheren Dichte verbessert ebenfalls den Kapillareffekt und die Verteilung der Feuchtigkeit und der Nährstoffe, wodurch die Wurzeln animiert werden, in mehreren Bereichen des Mediums zu gedeihen. Somit erhöht sich die Anzahl nährstoffgetränkter Bereiche, welche für eine erstklassige Pflanzenproduktion notwendig sind.

Nach dem Gebrauch kann die Steinwolle zu Ziegeln oder zu neuer Steinwolle recycelt werden und/oder in Erde eingearbeitet werden, da sie aus Naturstein gefertigt wurde und sie eine große Menge an Dünger in sich trägt.