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Tierische u. pflanzliche Schädlinge

Tierische und pflanzliche Schädlinge

Oberste Priorität beim Bio-Gärtnern hat die Herstellung oder Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts zwischen allen Lebewesen im Garten, d.h. sowohl zwischen "schädlichen" als auch nützlichen Lebewesen. Es geht in erster Linie also nicht darum, Schädlinge zu bekämpfen, sondern sie abzuwehren.

Anders gesagt: Vorbeugen ist besser, denn durch richtiges Gärtnern, eine richtige Standortwahl, gute Lebensbedingungen, geeignete Pflegemaßnahmen, das rechtzeitige Erkennen der Schädlinge usw. lassen sich Eingriffe in den Pflanzenschutz auf ein Minimum begrenzen.

Zu den tierischen Schädlingen zählen:
  • Insekten (Läuse, Wanzen, Mücken, Fliegen, Käfer usw.). Sie schädigen die Pflanzen durch Fraß oder Aussaugen. Dies gilt insbesondere für Läuse.
  • Weichtiere wie Nacktschnecken, die besonders gefräßig sind. - Spinnentiere (Milben). Die meisten von ihnen greifen die Pflanzen allerdings nicht an.
  • Nematoden (Fadenwürmer), die im Erdboden leben. Die Mehrzahl dieser Kleinstlebewesen beeinflusst die Humusbildung positiv, manche jedoch schädigen die Pflanzenwurzeln oder Blätter.
  • Säugetiere. Neben Hasen, Kaninchen und Ratten sind besonders Wühlmäuse zu nennen, die sich durch das Anfressen von Pflanzen und Zwiebeln negativ hervortun.
Als pflanzliche Schädlinge gelten:
  • Pilze. Im Erdboden sind sie sehr nützlich (z.B. zur Humusbildung), oberhalb des Erdbodens häufig schädlich. Mithilfe dünner Fäden durchdringen sie dabei das Pflanzengewebe und entziehen wichtige Nährstoffe. Es gibt eine Vielzahl von Pilzkrankheiten, besonders bekannt ist der Mehltau.
  • Bakterien und Viren. Es handelt sich dabei um mikroskopisch kleine Lebewesen. Im Erdreich kommen sie milliardenfach vor und sorgen für eine humusreiche und gute Erde. Doch bestimmte Bakterienarten und Viren greifen die Pflanzen an, einige davon sind sogar meldepflichtig (Feuerbrand).
Zur Abwehr von tierischen und pflanzlichen Schädlingen hat der Bio-Gärtner verschiedene Möglichkeiten:
  • Einsatz von Nützlingen, d.h. kleinen Lebewesen wie Schlupfwespen, Raubwanzen u.ä. Sie fressen oder bekämpfen auf andere Art und Weise die Schädlinge. Die Nützlinge werden gezüchtet und sind im Fachhandel erhältlich.
  • Herstellung von Pflanzenstärkungsmitteln wie Jauchen, Brühen und Tees. Bekannt ist in diesem Zusammenhang die Brennnesseljauche, die verdünnt angewendet wird. Auch die Schmierseifenlösung (aus reiner Schmierseife) wird vielfach eingesetzt, besonders gegen Blatt- und Schildläuse.
  • Absammeln von Schädlingen.
  • Bestäuben der Pflanzen zur Abwehr von Läusen, Insekten, Erdflöhen und Pilzkrankheiten. Dies kann mit Gesteinsmehl erfolgen (was evtl. den Nützlingen schadet), mit Algenkalk (nicht bei kalkempfindlichen Gewächsen) oder Holzasche.
  • Einsatz von mechanischen Abwehrmitteln. Dazu zählen käufliche Fallen (gegen Wühlmäuse), mit Bier gefüllte Schalen (gegen Schnecken), Netze und Staniolstreifen (gegen Vögel) und an Baumstämmen befestigte Leimringe (gegen krabbelnde Insekten).
  • Einsatz von biotechnischen Mitteln wie gelben Leimfolien (gegen Fliegenarten) und Pheromonfallen (gegen bestimmte Falter). Diese Fallen sind mit weiblichen Sexual- Duftstoffen bestäubt und locken die männlichen Tiere in den Tod. Jede der vorgenannten Maßnahmen ist mehr oder weniger wirksam. Gerade im Bio-Garten sollte man jedoch darauf achten, dass jedes im Handel erhältliche biologische Pflanzenschutzpräparat eigentlich ungesund bzw. schädlich für das ökologische Gleichgewicht ist. Sie sollten deshalb nur im Notfall eingesetzt werden.
Besser sind in jedem Fall vorbeugende Maßnahmen:
  • Der richtige Standort sorgt für kräftige und widerstandsfähige Pflanzen.
  • Eine gute, ausgewogene Düngung mit Kompost, Steinmehl oder Jauchen sorgt für gesunde, stabile Gewächse.
  • Das Mulchen unterstützt das Pflanzenwachstum, da es für eine gute Bodenstruktur und günstiges Klima im Boden sorgt.
  • Die Bodenpflege ist besonders wichtig, denn sie ist mitentscheidend für gesundes und kräftiges Wachstum.
  • Gesundes Saatgut bzw. die richtige Sorte und entsprechende Jungpflanzen (bei Kauf) tragen zu optimalem Pflanzenwuchs bei.

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