Hydrokultur

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Bei der Hydrokultur (abgeleitet aus den griechischen Wörtern „hydro“(Wasser) und „ponos“ (Arbeit) handelt es sich um eine Methode des Pflanzenanbaus, bei der anstelle von Erde wässrige Lösungen aus Mineralnährstoffen verwendet werden. Erdpflanzen können so angebaut werden, dass sich ihre Wurzeln entweder nur in einer wässrigen Lösung aus Mineralnährstoffen befinden oder aber in einem inaktiven Medium, wie z.B. Perlit, Kies, Mineralwolle oder Kokosnussschalen.

Hydrokultur System

Forscher entdeckten im 19. Jahrhundert, dass Pflanzen lebenswichtige Mineralnährstoffe als anorganische Ionen im Wasser absorbieren. Unter natürlichen Bedingungen fungiert Erde als Reservoir für Mineralnährstoffe, ist selber jedoch nicht für das Pflanzenwachstum erforderlich. Lösen sich die Mineralnährstoffe der Erde in Wasser auf, können die Pflanzenwurzeln diese absorbieren. Werden die erforderlichen Mineralnährstoffe bei der Wasserversorgung der Pflanze künstlich eingeleitet, ist Erde für das Gedeihen der Pflanze nicht länger erforderlich. Nahezu jede Erdpflanze kann mittels der Methode der Hydrokultur gedeihen. Die Hydrokultur ist ferner eine Standard-Technik der Forschung und Lehre in der Biologie.