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Schildläuse, Woll- bzw. Schmierläuse

Schildläuse, Woll- bzw. Schmierläuse Schildläuse sind Insekten, die zu den Pflanzenläusen gehören. Weltweit gibt es mehrere tausend Arten, in hiesigen Breiten an die 100. Die meisten der vorkommenden Arten gelten als Schädlinge, da sie sich von Pflanzensaft ernähren. So u.a. die Röhrenschildläuse, die Deckelschildläuse, die Woll- und Schmierläuse usw. Schildläuse werden zwischen 0,5 und 5mm groß, farblich variieren sie zwischen braun, weißlich und grau. Ihren Namen haben sie von einem Schild (Panzer), der das erwachsene weibliche Tier bedeckt und damit schützt. Merkmal der männlichen Schildläuse sind in der Regel Flügel. Aus bestimmten Schildlausarten wird der Farbstoff Karmin gewonnen, der bei der Herstellung von Süßigkeiten, Marmeladen usw. Verwendung findet.

 

Schildläuse

 

Auftreten:
Schildläuse sind neben den Blattläusen und Weißen Fliegen die häufigsten saugenden Schädlinge an Zimmerpflanzen. Oft findet man sie an Ficus, Orchideen, Palmen, Weihnachtssternen, Oleander, Zierspargel, Zitruspflanzen u.ä. Aber auch im Freien sind sie, besonders an geschützten Stellen, je nach Art anzutreffen (u.a. an Apfel-, Birnen-, Pfirsich und Zwetschgenbäumen, an Koniferen, Farnen und Rosen. Besonders Woll- und Schmierläuse fühlen sich auf Obst-, Laub-und Nadelgehölzen wohl. Standorttreue wird den meisten erwachsenen Schildläusen nachgesagt. Aus Schutz vor Feinden siedeln sich Schildläuse meistens an Blattunterseiten oder Ästen an, wo sie ihre saugende Tätigkeit ausüben. Dabei passen sie sich farblich der Umgebung an. Woll- und Schmierläuse bilden an den Blättern und Zweigen einen weißen, wolligen bzw. watteartigen Belag. Sie werden deshalb nicht selten mit →Mehltau verwechselt. Das Vorhandensein von Schildläusen erkennt man häufig erst an deren klebrigen Ausscheidungen (Honigtau), die sich als Fleck auf den Blättern oder am Boden bemerkbar machen. Zum Teil wird diese Masse vom Schwärzepilz befallen, so dass sie entsprechend farblich aussieht.

Vermehrung:
Schildläuse vermehren sich bei guten Bedingungen (u.a. trockene Wärme) sehr stark, wobei diese zweigeschlechtlich oder per sog. Jungfernzeugung erfolgen kann. Die Weibchen mancher Arten legen unter ihrem Panzer bis zu 2000 Eier ab, aus denen sich die Larven entwickeln. Nach dem Schlüpfen verteilen sich die Larven über die ganze Pflanze und bleiben dort ihr Leben lang. Nach der Überwinterung bilden die Larven im Frühjahr ihre Schilder. Andere Schildlausarten legen ihre Eier erst im Herbst, so dass sich erst nach deren Überwinterung im Frühjahr neue Larven entwickeln. Woll- und Schmierläuse bekommen - wie andere Arten auch - bei warmem Klima fast das ganze Jahr über Nachwuchs.

Schaden:
Durch das Anstechen bzw. Aussaugen ihres Saftes werden die Pflanzen nachhaltig geschädigt. Ihr werden Nährstoffe entzogen, so dass Wachstumsstörungen, Verfärbungen und Verkrüppelungen auftreten können. Bei Koniferen können sogar ganze Zweigpartien absterben. Manchmal werden, z.B. von Woll- und Schmierläusen, mit dem Aussaugen auch giftige Stoffe in die Pflanzen injiziert, so dass eine zusätzliche Schädigung erfolgt. In der Landwirtschaft richten bestimmte Schildlausarten erhebliche Schäden an.

 

Schmierläuse

Vorbeugende Maßnahmen:
Bevor man neue Pflanzen erwirbt, sollte man diese sehr genau auf Befall untersuchen. Im Zweifelsfalle lieber vom Kauf Abstand nehmen. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Wahl des richtigen Standortes mit guten Bodenverhältnissen. Er sollte hell und kühl sein, der Boden locker und kompostiert, aber nicht überdüngt sein. Außerdem sollten die Pflanzen ständig kontrolliert werden, um bei Befall schnell reagieren zu können. Letztlich können auch Produkte des Niembaums (z.B. Niembaumöl) zur Vorbeugung dienen.

Bekämpfung:
Die Bekämpfung dieser Insekten, besonders der Woll- und Schmierläuse, ist sehr schwierig, denn sie sind sehr hartnäckig und können sich gut verstecken. Manchmal ist es sogar besser, sich von stark befallenen Pflanzen zu trennen und so die „sauberen“ zu schützen. Ist eine Pflanze befallen, sollte sie nach Möglichkeit sofort für einige Zeit isoliert von den anderen aufgestellt werden. Eine ständige Kontrolle ihrer bisherigen Nachbarpflanzen ist angeraten.

Zur Behandlung der befallenen Einzelpflanze sollte man bei ihr wenn möglich die entsprechenden Blätter und Blüten abschneiden. Andernfalls sollten diese mit einem starken Wasserstrahl und/oder mit einer Brühe von Brennnesseln, Knoblauch, Zwiebeln u.ä. abgespritzt werden. Auch ein (evtl. zusätzliches) Abwischen der Pflanzen mit einem mit einer Seifenlauge oder Spiritus getränkten Tuch ist hilfreich. Alle vorgenannten Behandlungen sollten regelmäßig über einen längeren Zeitraum erfolgen. Daneben haben sich sog. „Pflanzenzäpfchen“, auch wenn sie mit Chemie behaftet sind, bewährt.

Bei stärkerem Befall oder wenn viele Pflanzen betroffen sind, reichen die vorgenannten Maßnahmen nicht aus. Deshalb kommen bei Freilandpflanzen dann häufig ölhaltige Produkte zum Einsatz (Mineralöl, Parafin- oder Rapsöl). Dabei ist Vorsicht geboten, denn nicht alle Pflanzen können diese Behandlung ab. Auch systemische Pflanzenschutzmittel können verwendet werden, jedoch ist ihr Einsatz aus ökologischer Sicht bedenklich.

Nützlinge, die auf eine bestimmte Lausart spezialisiert sind, sind eine gute Alternative. So bekämpft der Australische Marienkäfer Woll- und Schmierläuse an Gewächsen im Wintergarten oder Gewächshaus. Auch Florfliegenlarven und Schlupfwespen „mögen“ diese Läusearten. Andere Nützlinge wie Schildlauskäfer, Florfliegen, Raubwanzen usw. sind auf andere Schildlausarten spezialisiert. In jedem Falle ist es aber empfehlenswert, durch Fachleute zuvor eine Bestimmung der Schildlausart vornehmen zu lassen.

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