Zum Consentmanger springen Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Kategorie-Navigation springen Zum Footer springen

🔥 10 % auf Lüftung & Klimatechnik + Dünger nur bis Montag, 26.01! Kein Code nötig.

  1. Startseite
  2. /
  3. Ratgeber
  4. /
  5. Toppen, Entlauben und Lollipopping

Toppen, Entlauben und Lollipopping

28.03.2025

Unsere Lieblingspflanzen wachsen schnell und kräftig. Mit gezielten Techniken wie Topping, Entlauben und Lollipopping kannst du ihr Wachstum optimieren, den Ertrag steigern und die Qualität der Buds verbessern. Mit dem richtigen Training holst du das Beste aus deinen Pflanzen heraus. Beachte jedoch, dass jeder Strain unterschiedlich auf verschiedene Techniken reagiert, informiere dich vorher! Vor allem zu bekannten Sorten findet man reichlich Erfahrungsberichte.

Entlauben (Defoliation)

Beim Entlauben werden überschüssige Blätter entfernt, um die Licht- und Luftzirkulation in der Pflanze zu verbessern. Große Fächerblätter können den unteren Teil der Pflanze beschatten und so das Wachstum der wertvollen Knospen behindern. Entlauben ist jedoch mehr als nur Beschneiden - es ist ein gezielter Eingriff in den natürlichen Wachstumsprozess der Pflanze.

Warum und wie entlauben?

Durch das Entfernen alter oder stark beschatteter Blätter kann die Pflanze ihre Energie effizienter nutzen. Das fördert nicht nur die Photosynthese, sondern beugt auch der Schimmelbildung vor, da eine bessere Luftzirkulation für ein gesundes Mikroklima sorgt. Wichtig ist dabei, behutsam vorzugehen: Entferne nie mehr als 30 % der Blattmasse, um die Pflanze nicht unnötig zu stressen.

Für saubere und stressfreie Schnitte solltest du auf scharfe, desinfizierte Werkzeuge achten. Egal ob Schere, Skalpell oder Rasierklinge: Stumpfe oder verunreinigte Klingen können Gewebe quetschen oder Keime übertragen. Ein kleines Handdesinfektions-Spray oder ein bisschen Alkohol reicht aus, um das Werkzeug zwischen den Pflanzen kurz zu reinigen. Wer seine Tools pflegt, schützt die Pflanze und sorgt für eine gesündere Entwicklung.

Technik, Timing und Nachsorge

Sanfter Schnitt: Starte mit Blättern, die bereits Anzeichen von Alterung oder Beschädigung zeigen. So stellst du sicher, dass du nur das entfernst, was der Pflanze nicht mehr dient.

Optimales Timing: Während der vegetativen Phase kannst du gezielt einzelne Blätter entfernen, während in der Blütephase - vor allem in der zweiten bis dritten Woche - ein leichtes Entlauben sinnvoll ist, um die Bildung großer, harziger Blüten zu fördern. Letzteres lässt sich sehr gut mit Lollipopping kombinieren.

Beobachtung: Schau dir nach jedem Entlaubungsschritt genau an, wie deine Pflanze reagiert. Kleine Stressanzeichen sind normal, aber ein zu starker Eingriff kann zu Wachstumsverzögerungen führen. Je öfter du es machst, desto sicherer wirst du dir dabei.

Umwelt und Nährstoffe: Berücksichtige auch äußere Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. In einem optimalen Umfeld regeneriert sich die Pflanze schneller, sodass du nach dem Entlauben oft einen Schub in der Vitalität siehst.

Durch die richtige Balance zwischen Blattfläche und freiem Raum sorgst du dafür, dass das Licht alle Teile deiner Pflanze erreicht. So kannst du am Ende mit dem meisten Ertrag rechnen.

Toppen von Cannabis

Toppen von Pflanzen

Beim Toppen entfernst du die Hauptspitze einer jungen Pflanze, um stattdessen zwei gleichwertige Haupttriebe entstehen zu lassen. Außerdem werden dadurch alle Seitentriebe stärker. Dieser Eingriff führt zu einem buschigen Wuchs und einer besseren Lichtverteilung, wodurch du letztlich den Ertrag steigern kannst.

Der präzise Eingriff

Das Toppen ist ein präziser und geplanter Arbeitsschritt: Idealerweise schneidet man zwischen der vierten und sechsten Nodie. Es ist wichtig, ein steriles und scharfes Werkzeug zu verwenden, um Infektionen zu vermeiden und einen sauberen Schnitt zu erhalten. Dieser sollte leicht schräg erfolgen, damit sich kein Wasser ansammeln kann. Durch den Cut wird die Pflanze zur Regeneration angeregt und bildet an der Schnittstelle zwei neue, kräftige Triebe. Dies führt nicht nur zu einer gleichmäßigen Struktur, sondern ermöglicht auch eine bessere Verteilung der Lichtenergie. Die neuen Seitentriebe können auch wieder getoppt werden. Hier empfiehlt es sich, mindestens zwei Nodien (Knotenpunkte, an denen sich Blätter und Triebe absetzen) stehen zu lassen.

Optimaler Zeitpunkt und Vorgehensweise

Wann toppen? Warte, bis deine Pflanze mindestens 4–6 Nodien entwickelt hat. Ein Toppen nach zwei bis drei Wochen in der vegetativen Phase ist ideal, während ein Eingriff in der Blütephase den Ertrag negativ beeinflussen kann.

Nachsorge: Gib der Pflanze nach dem Toppen ausreichend Zeit zur Erholung. Beobachte, wie sie neue Triebe ausbildet, und unterstütze sie bei Bedarf mit leichter Nährstoffzufuhr und angepasster Bewässerung.

Feinheiten und Alternativen: Wenn dir das Toppen zu invasiv erscheint, kannst du auch die Technik des Fimmings ausprobieren. Hierbei wird nur ein Teil der Spitze entfernt, was zu einer noch reicheren Verzweigung führen kann – allerdings erfordert diese Methode etwas mehr Fingerspitzengefühl.

Toppen ist eine der verbreitetsten Methoden, um das Wachstum gezielt zu steuern und den Ertrag zu maximieren. Mit präzisen Schnitten und der richtigen Nachsorge formst du eine Pflanze, die optimal auf das Licht ausgerichtet ist und ihr volles Potenzial entfaltet. 

Lollipopping

Beim Lollipopping werden die unteren, weniger produktiven Triebe und Blätter entfernt, damit die Pflanze ihre Energie in die oberen, gut beleuchteten Bereiche investieren kann. Auf diese Weise erhält man nicht nur größere und dichtere Buds, sondern optimiert auch den Gesamtertrag.

Warum Lollipopping?

In den unteren Teilen der Pflanze erreicht das Licht oft kaum Blätter und Blüten. Diese Teile können daher nur wenig zur Photosynthese beitragen und werden zur Energieverschwendung. Indem du diese Bereiche entfernst, signalisiert du der Pflanze, sich auf die oberen Pflanzenteile zu konzentrieren, wo das Licht optimal genutzt wird. Dies führt zu einer erhöhten Harzproduktion und damit zu qualitativ hochwertigeren Blüten. Außerdem hilft es sehr, die Feuchtigkeit in der Growbox zu senken, da die Pflanzen besser durchlüftet werden. Dies ist vor allem in der Blüte wichtig.

Praktische Umsetzung und Technik

Wann ist der beste Zeitpunkt? Lollipopping wird am besten kurz vor der Blüte durchgeführt, idealerweise etwa eine Woche vorher. Wird das Lollipopping in der zweiten oder dritten Blütewoche durchgeführt, ist darauf zu achten, dass sich die Pflanze noch regenerieren kann. Als Faustregel gilt: Je kürzer die gesamte Blütezeit, desto früher sollte die Lollipop-Behandlung während der Blüte erfolgen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Entferne zunächst alle kleinen, schwachen Triebe und Blätter im unteren Drittel der Pflanze.
  2. Achte darauf, die Haupttriebe und die zentralen Wachstumsbereiche zu schonen, da diese das Rückgrat deiner Pflanze bilden.
  3. Wenn große Segelblätter im oberen Bereich das Licht auf die unteren Blüten verdecken, können diese entfernt werden.Überprüfe regelmäßig, ob die Pflanze Stresszeichen zeigt, und passe deine Eingriffe entsprechend an.

Weitere Tipps

Obwohl das Ausdünnen für viele Gärtner ein Standardvorgang ist, ist es wichtig, den Eingriff an die Bedürfnisse deiner Pflanze anzupassen. Überlege dir, ob ein schrittweises Entfernen über mehrere Tage sinnvoller ist als alles auf einmal. Das minimiert den Stress und fördert eine kontinuierliche Regeneration. Gleichzeitig solltest du darauf achten, nicht zu viele Blätter zu entfernen, denn auch wenn die unteren Blätter weniger Licht bekommen, tragen sie dennoch zur Gesamtenergieproduktion bei. Oft wird empfohlen, 1/3 der Gesamthöhe von unten komplett von Blättern und Blüten zu befreien.

Mit diesen Techniken und zusätzlichen Details stehen dir noch mehr Werkzeuge zur Verfügung, um das meiste aus der Pflanze und deiner Ernte herauszuholen. Experimentiere mit dem Timing, beobachte deine Pflanzen genau und passe die Methoden an deine individuellen Strains und Wachstumsbedingungen an. Viel Erfolg beim Growen und sei immer aufmerksam - jede Pflanze reagiert ein bisschen anders!

Mit Training das Beste herausholen

Gezieltes Pflanzentraining wie Entlauben, Toppen oder Lollipopping kann einen großen Unterschied machen, sowohl bei der Qualität als auch beim Ertrag deiner Pflanzen. Wichtig ist dabei, nicht alles auf einmal umzusetzen, sondern die einzelnen Techniken Schritt für Schritt einzubauen. So vermeidest du unnötigen Stress und gibst deiner Pflanze genug Zeit, sich zu regenerieren und neue Kraft zu sammeln. Jeder Strain reagiert etwas anders auf bestimmte Eingriffe, daher lohnt es sich, genau hinzuschauen und Erfahrungen zu sammeln. Achte auf die Signale deiner Pflanzen, passe den Zeitpunkt an ihre Entwicklung an und ganz wichtig: arbeite mit sauberen Werkzeugen!

Häufig gestellte Fragen

Was ist Entlauben und warum wird es beim Growen eingesetzt?

Beim Entlauben, auch Defoliation genannt, werden gezielt große Fächerblätter entfernt, um die Licht- und Luftzirkulation zu verbessern. Das Ziel ist es, den unteren Pflanzenteilen mehr Licht zu ermöglichen und Schimmelbildung vorzubeugen. Richtig angewendet kann die Pflanze ihre Energie effizienter nutzen, was das Wachstum und die Blütenbildung fördert. Besonders in der zweiten bis dritten Blütewoche ist diese Technik wirkungsvoll.


Was bringt Topping und wie funktioniert es?

Beim Topping wird die Hauptspitze der Pflanze abgeschnitten, sodass sich zwei neue Haupttriebe bilden. Dadurch wächst die Pflanze buschiger, die Lichtverteilung wird gleichmäßiger und der Ertrag kann deutlich steigen. Der ideale Zeitpunkt liegt in der vegetativen Phase, ab vier bis sechs Nodien. Der Schnitt sollte leicht schräg und mit sterilisiertem Werkzeug erfolgen, um Infektionen zu vermeiden.


Was ist Lollipopping und wann wird es durchgeführt?

Lollipopping bezeichnet das Entfernen unterer, lichtarmer Triebe und Blätter. Diese tragen kaum zur Photosynthese bei und nehmen der Pflanze Energie. Die Technik wird ein bis zwei Wochen vor Beginn der Blütephase durchgeführt und sorgt für größere, harzreichere Blüten in den oberen Bereichen. Gleichzeitig verbessert sie das Klima in der Growbox durch bessere Luftzirkulation.


Wie kann ich beim Pflanzentraining Stress vermeiden?

Entferne nie mehr als dreißig Prozent der Blattmasse und beobachte die Reaktion der Pflanze nach jedem Schritt. Verwende immer scharfe, desinfizierte Werkzeuge. Größere Eingriffe solltest du nur vornehmen, wenn Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtbedingungen stimmen. So kann sich die Pflanze schneller erholen und Stresssymptome bleiben gering.


Welche Technik eignet sich für welchen Strain am besten?

Nicht jede Sorte reagiert gleich auf Trainingstechniken. Einige Strains vertragen Entlauben oder Topping gut, andere reagieren empfindlich und zeigen Wachstumsverzögerungen. Informiere dich vorab über deine Sorte und beobachte genau, wie sie auf Eingriffe reagiert. Erfahrungsberichte zu bekannten Strains helfen, die richtige Methode zu wählen.

Loading ...