Was tun bei einem Stromausfall?
Ein plötzlicher Lichtausfall im Growraum ist einer der stressigsten Momente für Indoor-Gärtner. Gerade in der Blütephase kann schon ein kurzer Stromausfall die Pflanzen aus dem Rhythmus bringen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du in jeder Situation reagieren kannst, welche Sofortmaßnahmen helfen und wie du dich optimal vorbereitest.
Warum ist ein stabiler Lichtzyklus so wichtig?
Pflanzen orientieren sich an Tag- und Nachtphasen. Fällt das Licht aus, geraten diese Rhythmen durcheinander. In der Wachstumsphase führt das oft nur zu kurzzeitigem Stress, in der Blütephase kann es jedoch zu Wachstumsstopp, Foxtailing oder gar zu einer Rückkehr in die Vegetationsphase kommen.
Wichtig zu wissen: Nicht nur die Beleuchtung ist betroffen, auch die Belüftung, Heizung oder Luftfeuchtigkeit können bei einem Stromausfall ausfallen. Ein Temperaturabfall oder stehende Luft erhöht das Risiko für Krankheiten wie Schimmel oder Wurzelfäule.
Was tun bei einem kurzfristigen Lichtausfall?
Kurze Ausfälle von unter einer Stunde sind in der Regel unproblematisch. Dennoch solltest du die Ursache herausfinden, um wiederkehrende Probleme zu vermeiden.
Sofortmaßnahmen:
Stromversorgung prüfen (Sicherungskasten, Mehrfachsteckdosen, Kabel).
Defekte Zeitschaltuhren oder Vorschaltgeräte ausschließen.
Wenn möglich, eine Notbeleuchtung aus Akku-LEDs oder Campinglampen anschließen.
Tipp: In der Kategorie Beleuchtung für Anzucht findest du kleine LED-Panels, die auch mit Powerbanks betrieben werden können.


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Wie reagiert man bei längeren Ausfällen?
Ab etwa 2–4 Stunden kann es je nach Pflanzenstadium kritisch werden. In der Wachstumsphase verkraften Pflanzen auch mal einen halben Tag ohne Licht. In der Blütephase solltest du unbedingt eine Übergangslösung schaffen.
Optionen für längere Ausfälle:
Notstromaggregat (Benzin oder Diesel) – ermöglicht Betrieb von Licht, Lüftung und Heizung.
USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) – ideal für kürzere Überbrückung und den Betrieb der wichtigsten Geräte.
Batteriebetriebene LED-Strahler – als Minimalbeleuchtung, um den Tag-Nacht-Rhythmus zu simulieren.
In der Kategorie LED Grow Lampen findest du viele Modelle mit geringem Stromverbrauch, die auch an kleinen Generatoren betrieben werden können.
Welche Rolle spielt die Growphase?
Keimlingsphase:
Sehr sensibel. Schon kurze Dunkelphasen können das Wachstum verlangsamen. Dimmbare LEDs (z.B. von SANlight) ermöglichen eine sanfte Lichtanpassung, falls nur begrenzte Notstromleistung vorhanden ist.
Vegetative Phase:
Etwas toleranter. Mehrere Stunden Dunkelheit am Tag verursachen in der Regel keine bleibenden Schäden.
Blütephase:
Kritisch. Unregelmäßigkeiten im Lichtzyklus können die Blütenentwicklung massiv beeinträchtigen.
Was passiert mit Klima und Luftfeuchtigkeit?
Fällt der Strom aus, steht auch die Belüftung still. Das kann zu Hitzestau führen, wenn Lampen noch nachglühen, oder zu starker Abkühlung, wenn es draußen kalt ist. Gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit schnell an, was Pilzkrankheiten begünstigt. Mehr dazu im Ratgeber Luftfeuchtigkeit beim Indoor-Grow.
Schnelle Hilfe:
Growbox öffnen, um Luftaustausch zu ermöglichen.
Batteriebetriebene Ventilatoren aus der Kategorie Umluftventilatoren nutzen.
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Wie bereite ich mich am besten vor?
Damit ein Stromausfall nicht gleich zum Albtraum wird, lohnt es sich, vorher ein paar Vorkehrungen zu treffen. Eine USV-Anlage schützt wichtige Geräte wie Lüfter und Zeitschaltuhren vor plötzlichen Ausfällen. Für längere Blütephasen ist es praktisch, ein Notstromaggregat griffbereit zu haben. Richtig smart sind auch Benachrichtigungssysteme, die dir per App sofort melden, wenn der Strom weg ist. Und wer auf LED-Lampen mit niedriger Wattzahl setzt, kommt im Notfall auch mit kleineren Stromquellen gut über die Runden.
Was du unbedingt vermeiden solltest: Stromausfälle einfach ignorieren, denn jeder Ausfall ist ein Hinweis, dass etwas nicht stimmen könnte. Selbst mit einem Growbox Komplettsets von Growland mit aufeinander abgestimmten Komponenten gilt: Zu viele Geräte an einer einzigen Steckdose sind keine gute Idee, weil das Brand- und Ausfallrisiko steigt. Und ohne Ersatzteile wie eine funktionierende Zeitschaltuhr kann der gesamte Grow-Zyklus schnell aus dem Takt geraten.
Mit guter Vorbereitung bist du auf der sicheren Seite. Ein Stromausfall muss nicht das Ende deiner Growphase bedeuten. Mit der passenden Ausrüstung, einem Plan B und ein bisschen Improvisation bringst du deine Pflanzen auch durch Ausnahmesituationen gesund ins Ziel.